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3. Weihnachtslieder-Auffrischungs-Seminar

eingetragen in: 2008 - 2009 | 0

VON BEATE THEYSSEN
BOCHOLT „Wir wollen mal zeigen, was die Bocholter so können – also ran“, heizte Wilhelm Schülingkamp bei den Besuchern des dritten Bocholter Weihnachtslieder-Auffrischungsseminar der Bühne Pepperoni die Stimmung gleich zu Beginn schon richtig an. Und die fieberten den ersten Klängen des Abends, die den Kehlen der jüngsten Teilnehmer entsprangen, regelrecht entgegen. Die Sänger des Teeny-Chors St. Georg unter der Leitung von Sigrid Seggewiß eröffneten den musikalischen Leckerbissen mit „Kling Glöckchen, klingelingeling“, bevor Christa Hoffs einige Grußworte an das Publikum richtete.

Ein Höhepunkt des Auftritts des Kinderchores war eindeutig das Lied „In der Weihnachtsbäckerei“, welches auch szenisch von Leonie (8), Sebastian (10) und Rebecca (9)dargestellt wurde. „Das hat sehr viel Spaß gemacht“, verriet Leonie anschließend, aber das absolute Lieblingslied der Kinder sei „Eine Muh“, das sie später mit Unterstützung einiger Damen auch präsentieren durften. Dass die Bocholter musikalische Talente besitzen, machten sie durch kräftigen Gesang und rhythmische Körperschwingungen deutlich, die Stimmung war bestens. Stefan Bröcker hatte für das Großereignis sogar eine Weihnachtsfeier sausen lassen. „Das ist für mich eine Art Familientreffen, denn meine Cousins und Cousinen sind auch hier“, sagte er und aus allen Richtungen folgte rege Zustimmung von der zahlreichen Verwandtschaft. Auch Sophia (16), Nina (16) und Christine (17) waren neugierig geworden. „Wir haben schon viel davon gehört und wollten das auch mal erleben“, erklärten sie. Von der guten Stimmung wurden sie nicht enttäuscht, sie sangen kraftvoll mit und planten gut gelaunt und mit viel weiblicher Kreativität den Abend.

„Eigentlich wäre jetzt schon Schluss“, meinte Schülingkamp. „Aber wir haben uns entschlossen, euch ein wenig internationale Luft schnuppern zu lassen“, sagte er und stellte sich mit seiner stimmbegabten Kollegin Miriam Stober auf die Bühne, um traditionelles nicht-deutsches Liedgut zu präsentieren. „Wollt ihr Kitsch? Dann seid ihr hier genau richtig“, stimmte Stober die willigen Zuschauer auf „White Christmas“ ein, das von Schülingkamp, dem „Bing Crosby für Arme“, wie er sich selbst nannte, interpretiert wurde. Bei den „Jingle Bells“ imitierte Schülingkamp das Wiehern der Pferde so gekonnt, dass der Eindruck entstand, die Tiere warteten gleich hinter der Bühne auf ihren Einsatz.

Der Swing hatte spätestens jetzt die Bocholter eingeholt und beim anschließenden „Feliz Navidad“ klappte zumindest der Refrain einwandfrei. Zum großen Finale nahmen alle Aktiven ihren Platz auf der Bühne ein und stimmten „Stille Nacht“ an. Euphorisch forderte das Publikum Zugaben, die auch bereitwillig gegeben wurden.

Info
Kleiner Wermutstropfen
Den Zuschauern wurde das Mitsingen durch Übertragung des Textes auf große Leinwände erleichtert. Leider waren diese viel zu niedrig angebracht, so dass lediglich die oberen Zeilen lesbar waren. „Beim letzten Mal waren die Leinwände zu klein, diesmal hängen sie zu tief. Beim nächsten Mal machen wir dann alles richtig“, versprach Wilhelm Schülingkamp.