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Beatles meet Classic

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Das Publikum sang begeistert die Refrains mit, ab „Strawberry fields forever“ wurde auch getanzt.

Von Michael Stukowski, Bocholter-Borkener-Volksblatt
BOCHOLT Volksfeststimmung löste die „Beatles Revival Band“ am Samstag in der Bühne Pepperoni aus: Ein Meer von Wunderkerzen strahlte auf, als Robby Matthes („Paul“) und Claus Fischer alias „George“ den Beatleshit „Hey Jude“ anstimmten. Und beim Refrain hallte es den beiden aus hunderten Kehlen „La,la,la, hey Jude“ auf dem Gasthausplatz entgegen.
Zu ihrem Bühnenjubiläum (30 Jahre) hatte sich die Band etwas Besonderes einfallen lassen und ein 30köpfiges Sinfonieorchester mit nach Bocholt gebracht. Zwar litten manche Songs unter Abstimmungsschwierigkeiten, weil das „Royal Peppermint Orchestra“ (Leitung: Wolfram Koloseus) die Frontband zuweilen kräftig übertönte. Und bei „Lady Madonna“ vermisste man noch die treibende Leadgitarre. Aber das blieb an diesem Abend die Ausnahme. Spätestens, als bei „Hello, Good-bye“ der Solo-Gesang wunderbar mit den orchestralen Klangwogen harmonierte, zeigte sich, wie gut das Motto „Beatles meets Classic“ griff. Es war ein Stimmungsgarant mit einem ganz eigenen Reiz.
Ebenfalls Klasse: Die Musiker des „zweitbesten Beatles-Originals“ spielten die Superhits nicht nur nach, sie präsentierten sich auch als technisch versierte Rocker. So ging das pochende „Get back“ auch dank der handfest-ausgeklügelten Improvisationen in Mark und Bein. Großer Applaus ertönte, als die Streicher gefühlvoll die melancholischen Linien unterstrichen, die Matthes bei „Yesterday“ sang. Ob es nun der kernige Reggae-Vorläufer „Ob-la-di, ob-la-da“ war oder eher romantische Melodien wie „Here comes the sun“ und „Let it be“: Immer sang das Publikum – die meisten Besucher dürften als Kinder die Beatlesära miterlebt haben – begeistert die Refrains mit. Und ab dem schummrigen „Strawberry fields forever“ wurde vor der Bühne eifrig getanzt.
Die Band, die der Gitarrist Glen Turner und Christian Engel am Schlagzeug komplettierten, sorgte auch für optische Akzente. Sie spielte die frühen Hits wie „Yeah, Yeah, Yeah“ und „Twist and Shout“ nicht nur in stilgerechter Bekleidung, sondern trug nach der Pause auch die bunten Kostüme der „Sgt.Pepper’s Lonely Hearts Club Band“, die Ende der 60er Jahre Furore gemacht hatten. Einzig Turners braune Pilzkopfperücke stieß auf geteilte Meinungen . „Kann der sich denn keine bessere Perücke leisten“, schüttelte eine Besucherin den Kopf. Den köstlichen Oldie-Abend hatte die Bocholter Band „Django Flint“ angeheizt.