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Zug des Lebens

eingetragen in: 2008 - 2009 | 0

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Das hinreißende Filmerlebnis über Hoffnung, Glaube und den Willen zum Überleben.

Im Jahr 1941 erfahren die Einwohner eines osteuropäischen Schtetls von den Deportationen der Juden in Konzentrationslager. Der „Rat der Weisen“ tagt, kann sich jedoch zu keiner Lösung durchringen, bis dem Dorfnarren Schlomo die aberwitzige aber rettende Idee kommt: Ein falscher Deportationszug! Der Rat der Weisen benennt diejenigen, die als deutsche Soldaten verkleidet die anderen Dorfbewohner zu „deportieren“ haben, doch soll der Zug nach Osten fahren, um über die Sowjetunion die Flucht nach Palästina zu ermöglichen. Alte Waggons und eine nahezu schrottreife Lokomotive werden angekauft und generalüberholt, der Holzhändler Mordechai Schwarz zum Major ernannt, Uniformen werden geschneidert, der Cousin des Rabbis reist aus der Schweiz an, um den vorgeblichen Deutschen ein vorbildliches Deutsch beizubringen, Papiere und Ausweise werden gefälscht und ein Archivar der Eisenbahn als Lokomotivführer engagiert.
Da das Schtetl etwas außerhalb der eigentlichen Gemeinde liegt, bleiben die Vorbereitungen zunächst unbemerkt. Als einige Kinder von der Zugfahrt plaudern, erscheint der beunruhigte Bürgermeister, kann jedoch durch den Rabbi beschwichtigt werden. Die Zeit drängt nun, noch in derselben Nacht beginnt die Reise ins Ungewisse.

Erst während der Fahrt fällt Schtrul, dem Lokomotivführer, auf, dass sie als nicht im Fahrplan stehender Zug spätestens bei Bahnhofsdurchfahrten als „Geisterzug“ auffallen müssen. Die Reise nach Palästina beginnt.

Die Flucht scheint gelungen. In der letzten Szene berichtet Schlomo: „Das ist die wahre Geschichte meines Schtetls – a no: fast die wahre.“

Dieser Film wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet und ist absolut sehenswert. – Publikumspreis Sundance Filmfestival, bester ausländischer Film bei den Las Vegas Film Critics Society Awards, Preis bestes Debüt Filmfestspiele Venedig.

Eine so abstruse, witzige Geschichte – man hätte sich gewünscht, sie wäre wahr!